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Was machen eigentlich Rettungshunde ?

Rettungshunde werden in der Presse meist als Suchhunde bezeichnet. Dieser sehr allgemein gehaltene Begriff beschreibt aber in prägnanter Weise genau das, was unsere Hunde im Einsatzfall tun: Sie suchen nach vermissten Personen.

Unterschiede gibt es dabei allerdings schon, denn wird eine Person in Wald, Feld und Flur vermisst kommen die speziell für die Flächensuche ausgebildeten Rettungshunde zum Einsatz. Sind Menschen nach einem Erdbeben oder einer Gasexplosion verschüttet, setzen wir die Spezialisten, die Trümmerhunde für diese Suche ein. Werden Personen nach einem Lawinenunglück vermisst, sind auch hierfür speziell ausgebildete Lawinensuchhunde im Einsatz.

Eines ist diesen Hunden jedoch gemein. Sie suchen alle generell nach menschlicher Witterung. Und zwar unabhängig von dem individuellen Geruchsbild einer bestimmten Person.

Für die Personensuche nach dem Individualgeruch sind wiederum Spezialisten im Einsatz, die Mantrailer oder Personenspürhunde. Diese Hunde erhalten vor dem Beginn der Suche einen Geruchsgegenstand (persönlichen Gegenstand der/des Vermissten, wie z. B. Kleidung, Schuhe oder die Haarbürste) und orientieren sich bei der Suche anhand des individuellen Eigengeruches den jeder Mensch hat. Die Hunde folgen der Geruchsspur, die der/die Vermisste auf ihrem Weg `gelegt´ hat.

Unsere Flächen- und Trümmerhunde verfolgen nicht den individuellen Geruch einer einzelnen Person. Sie sind so ausgebildet, dass sie mit `hoher Nase´ das jeweilige Gelände durchstöbern. Nehmen sie dabei menschlichen Geruch wahr, werden sie diesem folgen. Treffen sie dann auf eine Person, die das trainierte `Opferbild´ (z.B. kauernde, liegende Personen oder auf andere Art und Weise Menschen in hilfsbedürftigen Situationen) zeigt, werden sie diese Person ihrem Hundeführer z. B. durch anhaltendes Bellen bei dieser Person anzeigen.

Das Anzeigeverhalten ist hierbei sehr wichtig. Unsere Hunde dürfen die aufgefunden Menschen in keiner Weise bedrängen. Es ist wichtig, dass sie, die sich in einer Notlage befindlichen Personen, nicht noch zusätzlich ängstigen. Daher wird während der Ausbildung der angehenden Rettungshunde darauf Wert gelegt, dass ein entsprechender Abstand eingehalten wird. Auf der anderen Seite ist es ebenso wichtig, dass sie die einmal aufgefundene Person nicht mehr verlassen und solange anzeigen, bis der Hundeführer eintrifft.